Angst legt den Menschen in Ketten, schnürt ihm die Luft ab,
beraubt ihn seiner Vernunft, seines Selbstwertgefühls, seiner
Selbstachtung, sie treibt ihn in Panik und Hysterie, nagt an seinem
Organismus und zersetzt ihn, bohrt sich wie ein Stachel in seine
Träume, macht ihn willenlos, lässt ihn alle Pflichten
und Rechte vergessen, benebelt seine Wahrnehmung, lähmt seinen
Geist und greift ständig nach dem was sie nährt,
zieht das Gefürchtete an und fleht um Erläsung durch
Betäubung, durch Errettung oder durch die Qual endlich einen
Schluss setzenden Katastrophe. Aus Angst verrät der Freund den
Freund, die Mutter die Tochter, der Sohn den Vater, der Bruder die
Schwester. Und doch ist die Angst lebensnotwendig, ja sogar selbst der
wichtigste aller Urtriebe zur Selbsterhaltung (Quelle: Die hohe Schule
der Magie, Frater V.:. D.:.)
„Denke stets an die beiden Hebel, die die Menschen bewegen,
Eigennutz und Furcht.“ (Napoleon Bonaparte)
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